Methoden und Einstellungen
| Methode / Eingabe | Verhalten |
|---|---|
| Finanzierungsbedarf vor Abrufen | max(0, Mindestliquidität − Zahlungsmittel vor Finanzierung). |
| Finanzierungsbedarf | max(0, Mindestliquidität − Zahlungsmittel nach Finanzierung). |
| Verfügbare Liquidität | Endbestand Zahlungsmittel + abrufbare zugesagte Kreditkapazität. |
| Liquiditätsspielraum | Verfügbare Liquidität − Mindestliquidität. |
Bei Zahlungsmitteln vor Abrufen beginnen
Zahlungsmittel vor Finanzierung bezeichnet die prognostizierte Position vor den Kreditabrufen des Intervalls. Operative und investive Wirkungen, Zinsen sowie Tilgungen sind bereits berücksichtigt; es ist daher nicht einfach Anfangsliquidität plus EBITDA. Finanzierungsbedarf vor Abrufen misst den Betrag bis zur Mindestliquidität. Nach geplanten und zulässigen automatischen Abrufen zeigt Finanzierungsbedarf den fehlenden Rest. Die Differenz kann manuell geplante Aufnahme enthalten.
Zusage, ungenutzten Betrag und Verfügbarkeit trennen
Zusage ist der konfigurierte Linienbetrag. Nicht abgerufene Linien ziehen aktuelle Abrufbestände ab; Verfügbarkeit berücksichtigt zusätzlich Status, Beginn/Fälligkeit sowie revolvierende oder nicht revolvierende Nutzung. Verfügbare Liquidität addiert nur den abrufbaren Betrag zu Zahlungsmitteln. Zahlungsmittelspielraum berücksichtigt gar keine Linien: Endliquidität − Mindestliquidität. Eine Linie kann somit ungenutzten Nennbetrag besitzen, ohne Liquiditätsspielraum beizutragen.
Eine Unterdeckung abstimmen
Bei −40 Zahlungsmitteln vor Finanzierung, 10 Mindestliquidität und 30 zulässigem Abruf beträgt der ursprüngliche Bedarf 50. Ohne weitere Intervalländerung verbleiben −10 Zahlungsmittel und 20 Finanzierungsbedarf. Sind weitere 15 abrufbar, Automatische Finanzierung aber ausgeschaltet, beträgt Verfügbare Liquidität 5 und Liquiditätsspielraum −5. Die ungenutzten 15 werden erst durch Abruf zu Zahlungsmitteln. Alle Beträge verwenden die gewählte Anzeigeeinheit.
Spitzen und Endbestände verstehen
Finanzierungsbedarf und ursprünglicher Bedarf erscheinen als Maximum innerhalb der gewählten Ansichtsperiode. Zahlungsmittel, Nettoschulden und verfügbare Kapazität sind Endbestände. Eine große Jahresspitze kann daher neben positiver Jahresendliquidität stehen. Der Inspektor nennt das tatsächliche Lückendatum und die dortige Verfügbarkeit. Nettoschulden = Endschulden − Endliquidität; Nettoliquidität bleibt negativ und wird nicht auf null begrenzt.
Unterschiedliche Lücken nicht vermischen
Finanzierungsbedarf ist weder Schuldenbestand noch Zahlungsmittel und keine Kapazitätsschätzung. Die Refinanzierungslücke stimmt dagegen eine Fälligkeit mit ausdrücklichen Ersatzquellen ab. 13W-Finanzierungsbedarf verwendet denselben Unterdeckungsgedanken innerhalb des operativen Plans, dessen Zahlungsweg vom Modell abweichen kann. Vor Vergleichen Quellkontext und Daten prüfen.
Dokumentiert den aktuellen Funktionsumfang. Zahlenbeispiele sind synthetisch und keine Marktannahmen.