Operativen Hebel analysieren
Drei Umsatzfälle zeigen die EBIT-Wirkung bei variablen Kosten und konstantem Fixaufwand.
2026 · drei benannte Umsatzszenarien
Synthetisches Beispiel · EUR Tausend; weitere Einheiten laut ZeileBerechneter Modellauszug
| Eingabe / Ergebnis | Negativ | Basis | Positiv |
|---|---|---|---|
| Umsatzreferenz | 1 800,00 | 2 000,00 | 2 200,00 |
| Variable Kosten | 1 080,00 | 1 200,00 | 1 320,00 |
| Fixer Aufwand | 500,00 | 500,00 | 500,00 |
| Abschreibungen | 50,00 | 50,00 | 50,00 |
| EBIT | 170,00 | 250,00 | 330,00 |
| Umsatzänderung · % | -10,00 | 0,00 | 10,00 |
| EBIT-Änderung · % | -32,00 | 0,00 | 32,00 |
Kostenlos · Ohne Anmeldung
Der Link öffnet dein Finanzmodell. Das gezeigte Beispiel wird nicht automatisch geladen.
Wie stark verändert sich EBIT bei anderem Umsatz?
Beispielunternehmen hat ein volles Planjahr 2026. Untersucht wird, wie die gegebene Kostenstruktur eine Umsatzänderung verstärkt. Diese Szenarioauswertung ergänzt das operative Finanzmodell. Die Kostenstruktur wird vorgegeben, nicht automatisch ermittelt.
Die Kostenbeziehung in allen Fällen beibehalten
In EUR Tausend beträgt der Basisumsatz 2.000, der Negativfall 1.800 und der Positivfall 2.200. Die variablen Umsatzkosten betragen 60% des Umsatzes von Geschäftsbereich A. Fixer Aufwand bleibt 500, Abschreibungen bleiben 50. Anfängliches Sachanlagevermögen und Eigenkapital sind je 500. Weitere Anfangsbestände, Steuern, Finanzierung, Capex und Working Capital sind null.
Die drei benannten Szenarien überschreiben ausschließlich den Umsatzbetrag. Die referenzabhängigen Kosten werden neu berechnet, fixer Aufwand und Abschreibungen bleiben gleich. Den Kostenaufbau erklärt das Fixkosten-und-variable-Kosten-Modell, die allgemeinen Überschreibungen die Finanzmodell-Szenarioanalyse.
Umsatz- und EBIT-Veränderung abstimmen
Basis-EBIT: 2.000 − 1.200 − 500 − 50 = 250. Negativfall: 1.800 − 1.080 − 500 − 50 = 170. Positivfall: 2.200 − 1.320 − 500 − 50 = 330. Abschreibungen werden gesondert ausgewiesen, damit EBIT und EBITDA nicht verwechselt werden.
Gegenüber der Basis verändert sich der Umsatz um −10% beziehungsweise +10%. EBIT verändert sich um (170 − 250) / 250 = −32% beziehungsweise (330 − 250) / 250 = +32%. Je 200 Umsatzänderung verbleiben nach 60% variablen Kosten 80. Bezogen auf das Ausgangs-EBIT von 250 ist das viel, weil fixer Aufwand und Abschreibungen bereits 550 beanspruchen.
2026 · ausdrücklich definierte Umsatzfälle
| Eingabe / Ergebnis | Negativ | Basis | Positiv |
|---|---|---|---|
| Umsatzreferenz | 1 800,00 | 2 000,00 | 2 200,00 |
| Variable Kosten | 1 080,00 | 1 200,00 | 1 320,00 |
| Fixer Aufwand | 500,00 | 500,00 | 500,00 |
| Abschreibungen | 50,00 | 50,00 | 50,00 |
| EBIT | 170,00 | 250,00 | 330,00 |
| Umsatzänderung · % | -10,00 | 0,00 | 10,00 |
| EBIT-Änderung · % | -32,00 | 0,00 | 32,00 |
Die Verstärkung innerhalb dieser Annahmen beurteilen
Die stärkere prozentuale EBIT-Veränderung entsteht durch den Fixkostenblock im Verhältnis zum Ausgangsgewinn. Der variable Kostensatz ändert sich nicht. Mehrumsatz verursacht keinen zusätzlichen Fixaufwand von 500; bei Minderumsatz bleibt derselbe Block zu decken. Verglichen werden ausdrücklich definierte Fälle. Das Produkt liefert daraus keine native Kennzahl Degree of Operating Leverage.
Die Aussage gilt für die gewählte Beziehung und ein positives Basis-EBIT. Nahe null werden Prozentänderungen instabil; bei einem Vorzeichenwechsel können sie irreführen. Daraus folgen weder eine dauerhaft tragfähige Kostenquote noch eine automatische Rangfolge realer Einflussgrößen. Rentabilitätsanalyse betrachtet weitere Margen und Renditen, EBIT die Ergebnisgröße.
Die benannten Umsatzfälle nachvollziehen
1. Die native Datei mit drei Szenarien herunterladen, Finanzmodell öffnen und über Modelle verwalten → Importieren bewusst auswählen. Advanced enthält Geschäftsbereich A, die verknüpften 60%-Umsatzkosten, Fixaufwand 500 und Abschreibungen 50. Negativfall, Basis und Positivfall auswählen und EBIT vergleichen. Der Hauptlink importiert nichts automatisch.
2. Zum Neuaufbau ein leeres Modell für 2026 mit null Ist-Jahren, einem Planjahr, EUR und Tausend anlegen. Anfängliches Sachanlagevermögen und Eigenkapital jeweils 500 erfassen. Umsatz → Model: Betrag 2.000. Umsatzkosten → Model: Prozentsatz einer Referenz, Geschäftsbereich A, 60%. Betriebskosten → Model: Betrag 500. Abschreibungen 50 erfassen, übrige Eingaben null lassen.
3. Im vorhandenen Negativszenario Umsatz 1.800, im Positivszenario 2.200 setzen; die Basis bleibt 2.000. Referenz und Kostenannahmen werden übernommen. Je Fall Umsatz, Umsatzkosten, Fixaufwand, Abschreibungen und EBIT ablesen. Die beiden Prozentänderungen gegenüber der Basis wie oben berechnen.
Grenzen dieser Auswertung
BalanceCheat berechnet die manuell definierten Szenarien. Ein DOL-Rechner, automatisch erzeugte Szenariomatrix, allgemeine Sensitivitätsanalyse, Ergebnisattribution, Tornado-Diagramm und Treiberrangfolge werden nicht angeboten. Den Umsatzaufbau selbst behandelt das Umsatzmodell.