ARBEITSABLAUF
Eine operative Sensitivitätsanalyse aufbauen
Wähle eine oder zwei Annahmen und untersuche die Reaktion einer konkreten Zielgröße. Sensitivity beantwortet eine bedingte Frage: Wie hoch wäre EBITDA bei diesen Preisen und Mengen, wenn die übrigen Modellannahmen unverändert bleiben?
| Menge / Preis | EUR 9 | EUR 10 | EUR 11 |
|---|---|---|---|
| 80 | 20 | 100 | 180 |
| 100 | 100 | 200 | 300 |
| 120 | 180 | 300 | 420 |
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Zuerst die Zielgröße festlegen
Die synthetische Business Line verkauft 100 Einheiten zu EUR 10. Verknüpfte variable Umsatzkosten betragen EUR 5 je Einheit, fixe Betriebskosten EUR 300. Das Jahres-EBITDA 2027 beträgt (10 − 5) × 100 − 300 = EUR 200. Preise und Stückkosten lauten auf EUR je Einheit; Umsatz, COGS und EBITDA auf EUR, nicht EURk.
Wähle Model EBITDA, das Jahr 2027, Base und die berichtete Quelle. Ein Ergebnis ist eine Zielgröße, keine frei beschreibbare Annahme. Die Auswahl zeigt unterstützte Eingaben im jeweiligen Kontext; eine gesperrte Summe oder ein fremdgesteuerter Wert ersetzt keine Preiseingabe.
Mit einer Eingabe beginnen, die zweite gezielt ergänzen
Bei Menge 100 ergeben Preise von 9 / 10 / 11 ein EBITDA von 100 / 200 / 300. Ergänze danach Mengen von 80 / 100 / 120. Alle neun nativen Ergebnisse oben entsprechen EBITDA = (Preis − 5) × Menge − 300. Die untere Ecke beträgt 20, die obere 420.
Eine Preiserhöhung um einen Euro erhöht EBITDA bei Menge 80 um EUR 80, bei Menge 120 um EUR 120. Diese Wechselwirkung folgt aus Preis × Menge. Ein Nachfragerückgang durch höhere Preise ist damit nicht modelliert. Ein zusammenhängendes kommerzielles Szenario müsste ihn zusätzlich vorgeben.
- Analyze → Sensitivity für die gewählte Zielgröße öffnen.
- Die Preisquelle 2027 wählen; 9–11 mit drei Punkten eingeben. Den exakten Base-Punkt prüfen.
- Die unabhängige Mengenquelle mit 80–120 und drei Punkten ergänzen. COGS bleiben mit der Menge verknüpft.
- Ergebnis, Abweichung von Base und nicht verfügbare Zellen vor der Interpretation prüfen.
Dieselbe Methode für eine eigene Finanzierungsfrage
Ein separates natives Kreditbeispiel hat EUR 330 Capex im Jahr 2027. Commitment EUR 100 lässt Required Funding EUR 84 offen; bei 184 oder 400 verbleibt null. Das ist ein anderes Modell mit anderer Zielgröße, keine dritte Achse der operativen Matrix. Ein Restbedarf von null belegt nicht, dass alle Fazilitätsbedingungen erfüllt sind.
Synthetisches Beispiel herunterladen, unter Model ausdrücklich importieren, Advanced wählen und Analyze → Sensitivity öffnen. Der Import legt ein eigenes Modell an; ein bestehendes Modell wird nicht überschrieben.
| Commitment | Required Funding |
|---|---|
| 100 | 84 |
| 184 | 0 |
| 400 | 0 |
Aussage und Grenzen der Matrix
Sensitivity setzt zwischen den Auswertungen auf dieselbe Modellbasis zurück. Eine ungültige Quelle oder ein finanziell nicht verfügbares Ergebnis bleibt nicht verfügbar und wird niemals zu null. Das Beispiel prüft, dass der Workspace nach allen Tests identisch ist.
Die Matrix weist den Zellen keine Wahrscheinlichkeit zu. Sie ist weder eine Prognoseverteilung noch ein Kausalitätsnachweis. Ein Szenario bündelt zusammengehörige Annahmen, Tornado vergleicht eine gewählte Liste von Bereichen, Key Drivers sucht automatisch nach relevanten Treibern.
Vertiefung und Modellreferenz
Für angrenzende Fragen: Finanzmodell-Analyse — Treiber, Margen und Liquidität; DCF-Sensitivitätsanalyse: WACC, Wachstum und Exit-Multiples; Sensitivitätsanalyse vs Szenarioanalyse: Die richtige Frage stellen; Monte Carlo vs Sensitivitätsanalyse: Wahrscheinlichkeit oder Wirkung?.
Die genaue Bedienung und Quellenlogik erklären Sensitivität: eine oder zwei Annahmen und Geeignete Eingaben, Quellen und nicht verfügbare Ergebnisse.
Quellen und Konventionen
Synthetische Beispiele. Modellbezogene Ergebnisse wurden mit der aktuellen BalanceCheat-Berechnung abgestimmt; Annahmen, Einheiten und Grenzen sind im jeweiligen Beispiel angegeben.