Ownership-Workflow
Eine Cap Table mit nachvollziehbaren Beständen und Beteiligungsquoten erstellen
Zuerst werden die Aktienbestände abgestimmt, anschließend die Beteiligungsquoten auf einer klar benannten Basis berechnet. Das native BalanceCheat-Beispiel enthält zwei Inhaber, eine Stammaktienklasse und einen reservierten Optionspool. Die folgenden Prüfungen machen die Quoten nachvollziehbar, bevor eine Bewertung hinzukommt.
| Inhaber | Stammaktien | Einbezogene Pool-Einheiten | Basic-Beteiligung | Fully Diluted |
|---|---|---|---|---|
| Founder A | 700.000 | 0 | 70% | 63,64% |
| Investor A | 300.000 | 0 | 30% | 27,27% |
| Nicht zugeteilter Optionspool | 0 | 100.000 | 0% | 9,09% |
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Mit einem eindeutig definierten Anfangsbestand beginnen
Eine Cap Table ordnet Inhaber, Instrumente und Beteiligungen einander zu. Sämtliche Namen und Zahlen dieses Beispiels sind synthetisch. Stichtag ist der 1. Januar 2026. Für die Stammaktien gelten gleiche wirtschaftliche Rechte; eigene Aktien bestehen nicht. Die 100.000 Pool-Einheiten sind vollständig reserviert, aber noch nicht zugeteilt.
Das Modell verwendet EUR und zeigt Geldbeträge in EURk an. Die Tabellen enthalten einzelne Aktien beziehungsweise Zuteilungseinheiten: 700.000 Aktien sind keine 700.000 EURk. Währungseinheit und separat gewählte Aktieneinheit erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
- Unter Ownership → Cap Table eine Stammaktienklasse mit 1.000.000 ausgegebenen Aktien und ohne eigene Aktien anlegen.
- Founder A und Investor A erfassen und ihnen 700.000 beziehungsweise 300.000 Stammaktien zuordnen. Die externen Bestände müssen zusammen 1.000.000 ergeben.
- Unter Optionspool / ESOP einen Pool anlegen, eine Aufstockung um 100.000 Einheiten hinzufügen und Gesamter reservierter Pool wählen. Die Einrichtung prüfen und ausdrücklich übernehmen, um die Anfangsreserve herzustellen. Die Beispieldatei enthält diesen Pool bereits im Anfangsbestand.
- Basic- und Fully-Diluted-Ansicht prüfen. Bei einem Wert je Aktie zusätzlich Quelle und verwendeten Nenner kontrollieren.
Erst die Bestandsbrücke abstimmen, dann die Quoten verwenden
Ausgegeben − eigene Aktien = ausstehend. Ausstehend + einbezogene potenziell verwässernde Einheiten = Fully Diluted. Der nicht zugeteilte Pool erhöht hier den FD-Nenner; dadurch werden keine 100.000 Stammaktien ausgegeben.
Die drei FD-Positionen ergeben vor Rundung zusammen 100%. Wird der Kontrollbestand der ausgegebenen Aktien auf 1.100.000 erhöht, obwohl den Inhabern weiterhin nur 1.000.000 ausstehende Aktien zugeordnet sind, meldet die native Berechnung eine Abweichung. Sie passt die Bestände nicht stillschweigend an.
| Bestand | Einheiten | Abstimmung |
|---|---|---|
| Ausgegeben | 1.000.000 | Stammaktien insgesamt |
| Eigene Aktien | 0 | Vom ausgegebenen Bestand abziehen |
| Ausstehend / Basic | 1.000.000 | Auf externe Inhaber verteilt |
| Zusätzlicher Full Pool | 100.000 | Nicht ausgeübte reservierte Kapazität |
| Fully Diluted | 1.100.000 | Ausstehend + einbezogene FD-Einheiten |
Die Einbeziehungsbasis des Pools bewusst wählen
Bei Gesamter reservierter Pool gehen sämtliche 100.000 reservierten Einheiten in den Nenner ein; Fully Diluted beträgt damit 1.100.000. Bei Nur ausstehende Zuteilungen und ohne bestehende Zuteilungen bleibt der FD-Nenner bei 1.000.000. Die beiden Inhaber halten dann weiterhin 70% und 30%. Die reservierte Kapazität beträgt in beiden Fällen unverändert 100.000.
Diese Auswahl legt eine Berechnungskonvention fest. Basic vs Fully Diluted erläutert, was bei einer teilweisen Zuteilung geschieht. Ändern sich eigene Aktien, hilft die Abstimmung der Aktienbestände.
Wertquelle und Aktienbestand getrennt beurteilen
Das Beispiel enthält einen manuell gesetzten Equity Value von 4.000 EURk, damit die Wertquelle sichtbar ist. Bestände und Beteiligungsquoten benötigen diese Bewertung nicht. Fehlt der Equity Value, bleiben die Quoten berechenbar; Werte je Aktie bleiben hingegen nicht verfügbar.
Bei einer verknüpften Bewertung sind Equity Value sowie Quelle und Szenario maßgeblich. Enterprise Value einfach durch Aktien zu teilen, ergibt nicht den Eigenkapitalwert je Aktie. Gleiche wirtschaftliche Behandlung ist eine ausdrückliche Vereinfachung; bei unterschiedlichen Rechten kann eine proportionale Wertzuordnung ungeeignet sein. Die Referenz zur Cap-Table-Bewertung beschreibt die Quellenlogik.
Den Anfangsbestand nachvollziehen und weiterverwenden
Das native Cap-Table-Beispiel herunterladen, bewusst über die Modellbibliothek importieren und Ownership → Cap Table öffnen. Der bestehende Importablauf lädt das Beispiel; diese Seite ersetzt kein geöffnetes Modell automatisch.
Als nächsten Schritt zeigt die Finanzierungsrunde eine bepreiste Kapitalerhöhung. Details stehen in Cap-Table-Einrichtung und Aktienbeständen. Der Workflow bietet keine SAFE-Konvertierung, Präferenz-Wasserfälle, rechtsverbindliche Aktionärsregister oder Beteiligungsverwaltung.
Quellen und Konventionen
Synthetische Beispiele. Modellbezogene Ergebnisse wurden mit der aktuellen BalanceCheat-Berechnung abgestimmt; Annahmen, Einheiten und Grenzen sind im jeweiligen Beispiel angegeben.