Vergleich von Bewertungsangaben
Pre-Money vs Post-Money: Was enthält die genannte Bewertung?
Pre-Money bezeichnet den Eigenkapitalwert vor dem neuen Investment einer bepreisten Runde; Post-Money schließt es ein. „Eine Bewertung von 4 Mio. EUR“ ist daher unvollständig. Bei 1 Mio. EUR neuem Kapital ergeben die beiden Lesarten 20% oder 25% für einen neuen Investor, obwohl derselbe Betrag genannt wird.
| Kennzahl | 4 Mio. EUR Pre-Money | 4 Mio. EUR Post-Money |
|---|---|---|
| Pre-Money | 4.000 EURk | 3.000 EURk |
| Neues Kapital | 1.000 EURk | 1.000 EURk |
| Post-Money | 5.000 EURk | 4.000 EURk |
| Preis je Aktie | 4 EUR | 3 EUR |
| Neue Aktien | 250.000 | 333.333,333 |
| Neuer Investor nach der Runde | 20% | 25% |
| Bisheriger Inhaber nach der Runde | 80% | 75% |
Auf dieser Seite
Die Wertangabe vor der Beteiligungsrechnung übersetzen
Für eine einfache primäre Kapitalerhöhung gilt: Post-Money = Pre-Money + neues Investment. Umgekehrt gilt: Pre-Money = Post-Money − neues Investment. Die Quote eines neuen Investors entspricht Investment / Post-Money, wenn er vorher keine Aktien hält und Preis- sowie Beteiligungsnenner auf derselben Basis stehen.
Der Unterschied betrifft den Umfang der Wertangabe. Er legt weder die Bewertungsmethode fest noch bestätigt er den ausgehandelten Betrag. Beide Begriffe bezeichnen hier Equity Value, nicht Enterprise Value. Die externe Begriffseinordnung folgt Cartas Erläuterung bepreister Runden; die Zahlen des Beispiels stammen aus der nativen Transaktionsberechnung.
Dasselbe Investment führt zu zwei verschiedenen Ausgabepreisen
Beide Fälle beginnen mit 1.000.000 bestehenden Stammaktien, ohne eigene Aktien und ohne Pool, bei gleichen Rechten und 1 Mio. EUR neuem primärem Kapital. Sind 4 Mio. EUR Pre-Money gemeint, beträgt der Preis 4 EUR je Aktie. Der Investor erhält 250.000 Aktien und damit 20% des Endbestands von 1.250.000.
Sind 4 Mio. EUR Post-Money gemeint, muss zuerst das Investment von 1 Mio. EUR abgezogen werden. Pre-Money beträgt dann 3 Mio. EUR, der Preis 3 EUR und die Zahl neuer Aktien 333.333,333… . Der Investor hält 25% von 1.333.333,333… Aktien. Das Modell rechnet mit Bruchteilen weiter; die Tabelle rundet zur besseren Lesbarkeit und unterstellt keine rechtliche Rundungsregel.
In EURk lauten die jeweiligen Geldbeträge 4.000, 3.000 und 1.000. Preise werden in EUR je einzelner Aktie angegeben, Aktienbestände separat. Eine andere Währungsanzeige macht aus 4 EUR je Aktie keine 4 EURk je Aktie.
Vier Unklarheiten vor dem Angebotsvergleich auflösen
| Frage | Warum sie relevant ist |
|---|---|
| Vor oder nach dem neuen primären Kapital? | Bestimmt, ob das Investment zur Überleitung addiert oder abgezogen wird |
| Welche Aktien bilden den Preisnenner? | Ein einbezogener Pool kann den Ausgabepreis bei gleicher Pre-Money-Bewertung ändern |
| Kapitalerhöhung oder Sekundärverkauf eines Inhabers? | Die einfache Cashflow- und Post-Money-Brücke setzt hier eine primäre Ausgabe voraus |
| Bestehen frühere Investoranteile oder unterschiedliche Rechte? | Die erworbene Quote ist nicht zwingend Gesamtbeteiligung oder wirtschaftlicher Erlösanteil |
Die Grenzen des einfachen Vergleichs erkennen
Eine Post-Money-Angabe in Höhe des Investments oder darunter führt in dieser Brücke zu null beziehungsweise negativem Pre-Money. Daraus entsteht kein positiver impliziter Ausgabepreis für die gezeigte native Runde. Die Eingabe muss geklärt oder eine andere ausdrücklich unterstützte Transaktionsstruktur verwendet werden; eine Prozentformel löst den Widerspruch nicht.
Die Tabelle enthält keine Gebühren, Wandelinstrumente, SAFEs oder Präferenz-Wasserfälle. Auch ein reservierter Optionspool ist nicht enthalten und muss ausdrücklich ergänzt werden, wenn er zu den Konditionen gehört. Die Bezeichnung Pre-Money oder Post-Money definiert die Poolbehandlung noch nicht.
Von der klaren Wertangabe zur Transaktion
Sobald die Wertangabe eindeutig ist, führt der Finanzierungsrunden-Workflow zur konkreten Transaktion. Das Beispiel mit 4 Mio. EUR Pre-Money und das Beispiel mit 4 Mio. EUR Post-Money bilden die beiden Spalten nach bewusstem Import ab. In der nativen Konfiguration stehen jeweils die für den Preis benötigten Pre-Money-Werte.
Die Referenzen zu Finanzierungsrunden und Aktienausgaben erklären Felder und Preisbasen. Dieser Vergleich empfiehlt weder einen angemessenen Wert noch die rechtliche Formulierung von Konditionen.
Quellen und Konventionen
Synthetische Beispiele. Modellbezogene Ergebnisse wurden mit der aktuellen BalanceCheat-Berechnung abgestimmt; Annahmen, Einheiten und Grenzen sind im jeweiligen Beispiel angegeben.