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EBITDA Rechner

Addiere Abschreibungen zum EBIT oder leite EBITDA aus Umsatz und operativen Kosten ab. Die GuV-Methode berechnet zusätzlich die EBITDA-Marge.

Berechnen: EBITDA

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Was misst EBITDA?

EBITDA bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen sowie immaterielle Werte. Die Größe erleichtert den Vergleich von Ergebnissen vor Finanzierung und bilanzieller Verteilung langfristiger Anschaffungskosten. Sie zeigt Teile der operativen Kostenstruktur, beseitigt aber nicht den wirtschaftlichen Investitionsbedarf.

Dieser Rechner verwendet eine operative Modelldefinition. Die EBIT-Überleitung setzt gleich abgegrenzte Ergebnisgrößen voraus. Die GuV-Methode enthält nur die dargestellten operativen Kategorien. Veröffentlichtes EBITDA kann zusätzliche nicht operative Posten enthalten und muss vor einem Vergleich gegebenenfalls übergeleitet werden.

Zwei Berechnungsmethoden

Die Standardformel lautet EBITDA = EBIT + Sachanlagen-Abschreibungen + Abschreibungen auf immaterielle Werte. Gib Abschreibungen als positive Aufwendungen ein, die bereits im EBIT enthalten sind. Ein Aufwand, der vom Ausgangs-EBIT nie abgezogen wurde, darf nicht hinzuaddiert werden.

Die GuV-Methode rechnet mit Umsatz − Umsatzkosten + sonstigen betrieblichen Erträgen − Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Betriebskosten − Forderungsausfällen. Alle Kosten sind ohne Abschreibungen einzugeben. Ein separater Abschreibungsabzug fehlt bewusst, weil EBITDA vor Abschreibungen liegt. Separat erfasste Forderungsausfälle müssen aus den übrigen Kosten herausgerechnet werden.

Rechenbeispiel: 2,6 Millionen EBITDA

2 Millionen EBIT plus 0,4 Millionen Sachanlagen-Abschreibungen und 0,2 Millionen immaterielle Abschreibungen ergeben 2,6 Millionen EBITDA. Die Hinzurechnung von 0,6 Millionen verändert die Ergebniskennzahl; sie erzeugt keinen Zahlungseingang.

Die alternative GuV beginnt mit 10 Millionen Umsatz und 6 Millionen Umsatzkosten. Hinzu kommen 0,3 Millionen sonstige betriebliche Erträge. Nach 1,6 Millionen Betriebskosten und 0,1 Millionen Forderungsausfällen bleiben ebenfalls 2,6 Millionen EBITDA. Bezogen auf den Umsatz beträgt die EBITDA-Marge 26 %.

EBITDA-Marge sinnvoll nutzen

EBITDA-Marge = EBITDA ÷ Umsatz × 100. Sie zeigt den Umsatzanteil nach den berücksichtigten Betriebskosten, aber vor Abschreibungen. Der Rechner zeigt sie nur in der GuV-Methode, weil dort Umsatz bekannt ist. Bei Umsatz null bleibt der Betrag gegebenenfalls berechenbar, die Marge jedoch undefiniert.

Untersuche Preis-, Produktmix- und Kostenänderungen getrennt. Sonstige betriebliche Erträge können die Marge erhöhen, ohne den Umsatz zu verändern. Ein Veräußerungsgewinn oder vorübergehender Zuschuss sollte nicht automatisch als dauerhafte Verbesserung fortgeschrieben werden. Eine konsistente Abgrenzung ist wichtiger als zusätzliche Nachkommastellen.

Warum EBITDA kein Cashflow ist

EBITDA lässt Abschreibungen außen vor, berücksichtigt aber nicht die Investitionsauszahlungen zum Erhalt oder Ausbau der Kapazität. Auch in Forderungen und Vorräten gebundene Liquidität, Zahlungsfristen bei Lieferanten, Steuerzahlungen und Zinsen sind nicht vollständig abgebildet. Positives EBITDA kann deshalb mit einem Liquiditätsverbrauch einhergehen.

Bei 2,6 Millionen EBITDA bleibt beispielsweise offen, ob jährlich 0,5 oder 4 Millionen für Ersatzinvestitionen benötigt werden. Betrachte den Free-Cashflow-Leitfaden und die Bilanz, bevor du EBITDA als verfügbare Liquidität interpretierst.

EBIT, bereinigtes EBITDA und Grenzen

EBIT enthält Abschreibungen und macht damit den bilanziellen Werteverzehr eines anlagenintensiven Geschäfts sichtbar. Das Bruttoergebnis liegt früher in der GuV und schließt Kosten aus, die EBITDA bereits berücksichtigt. Beide Größen sind daher nicht mit EBITDA austauschbar.

Bereinigtes EBITDA entfernt zusätzliche, ausdrücklich benannte Posten. Dieser Rechner schließt Restrukturierung, aktienbasierte Vergütung, Wertminderungen oder andere nicht zahlungswirksame Kosten nicht automatisch aus. Forderungswertberichtigungen bleiben operativer Aufwand. Bei bereinigten Eingaben sollten alle Anpassungen offengelegt werden. Kreditverträge und Bewertungen können eigene Definitionen verwenden; prüfe sie vor der Anwendung eines Multiplikators.

Häufige Fragen

Ist EBITDA gleich operativer Cashflow?

Nein. Operativer Cashflow berücksichtigt Zahlungseingänge, Auszahlungen und relevante Working-Capital-Veränderungen. EBITDA ist eine Ergebnisgröße ohne Abschreibungen und bildet diese Zahlungszeitpunkte nicht ab.

Werden Abschreibungen in der GuV-Methode abgezogen?

Nein. Die eingegebenen Kosten müssen bereits vor Abschreibungen abgegrenzt sein. Ein zusätzlicher Abschreibungsabzug würde zu einer EBIT-ähnlichen Größe führen, nicht zu EBITDA.

Kann EBITDA negativ sein?

Ja. Operative Kosten können Erlöse und Erträge bereits vor Abschreibungen übersteigen. Ein negatives EBITDA kann auf einen operativen Verlust hinweisen; die Ursachen müssen dennoch einzeln untersucht werden.

Werden Forderungsausfälle zum EBITDA addiert?

Nicht automatisch. Dieser Rechner behandelt Forderungswertberichtigungen als operativen Aufwand. Ihr Ausschluss wäre eine zusätzliche erklärungsbedürftige Bereinigung und gehört nicht zur gewöhnlichen Abschreibungsüberleitung.

Ist das Ergebnis bereinigtes EBITDA?

Nein. Der Rechner führt nur die dargestellte EBIT-/Abschreibungsüberleitung oder GuV-Rechnung aus. Weitere Bereinigungen hängen von deinen Eingabedefinitionen ab und müssen separat dokumentiert werden.

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